Lesen Sie das nicht, wenn Sie noch nicht gegessen haben.

Ich bin glücklicher als ich jemals in meinem Leben war.
Ich studiere gut, ich mache Fortschritte, ich erreiche Frauen und meine eigenen Gefühle ihnen gegenüber besser und gewinnbringender als früher.
Mein Leben hat eine Steigungskurve unermäßlichen Grades angenommen. Wie könnte ich es Ihnen anders beschreiben, als Sie zu fragen, ob Sie schonmal verliebt waren, ob Sie schonmal gelebt haben.

Und dennoch wünsche ich jedem Menschen, unschuldig oder nicht, der gerade lebt, den Tot. Ich wünsche mir eine Seuche, die uns ausrottet, auslöscht, vernichtet.

Ich habe manchmal Fantasien davon, wie ich die Welt vor Aliens rette und als Erlöser sozusagen dastehe. Wie die Menschheit mir zu danken hat. Diese Fantasien streiche ich nun. Ich lösche sie aus. Denn sie sind es nicht wert gedacht zu werden.

Ich will Ihnen erklären, wovon ich rede.
Ich rede vom Hinsehen und Wegsehen, von Verantwortung und Ignoranz. Ich rede von der Natur des Menschen und Gott selbst.

Gott existiert nicht. Zumindest nicht so, wie wir in vermeintlich kennen möchten. Er ist nicht nett und wohlgesinnt. Ich glaube, nein ich weiß, Gott ist genauso sehr böse, wie freundlich.
Wenn Gott der Ursprung von Allem ist, so ist er der Usprung allen Bösens.
Wenn der Mensch gottgleich sein soll, so ist es das erste, was ich glaube. Denn ich sehe. Ich sehe nicht weg.

Sie werden wissen wovon ich rede, Sie werden sagen, ich solle mich auf die schönen Dinge im Leben konzentrieren. Sie werden sagen, ich würde Ihnen nur ein schlechtes Gewissen einreden wollen.
Das muss ich nicht. Das werde ich nicht. Dafür bin ich mir zu viel wert.

Haben Sie schon einmal in Ihrem Leben gelitten, gesehen oder gefühlt, was es heißt zu leiden?
Ich schon. Ich hatte als kleines Kind eine Hautkrankheit, welche mir in den ersten Jahren meines Lebens gut zugesetzt hat. Ich musste Schmerzen ertragen lernen. Und das tat ich.
Man lernt eines. Und zwar, dass man sich niemals an Schmerzen gewöhnt.

Menschen lassen sich gerne tatowieren, um der Schmerzen willen. Ich meine nicht jeden, der sich tätowieren lässt, aber ein Teil derer schon. Diese Menschen glauben eine tiefere Bedeutung zu finden, indem sie ihren Körper über Schmerzen erfahren.

Lassen Sie mich eins sagen. Diese Menschen sind Hyppocrits. Sie sind Pharisiäer, Blöffer, Heuchler, wenn man es so mag.
Diese Menschen verstecken sich hinter dem Vorhang des gekauften Schmerzes, um sich vor der Wahrheit, die sie kennen zu verstecken. Die Tatsache, dass sie sich selbst "foltern" müssen, selbst eine physische Strafe auferlegen zeigt, dass sie wissen, wie das Leben wirklich ist, jedoch nicht in der Lage sind Verantwortung für dieses hässliche Leben zu tragen.

Haben Sie die Welt, wie Sie sie erfahren schonmal genau unter die Lupe genommen?

Sie können alles machen, was Sie wollen. Sie können auf unserem Globus herumreisen, Leute treffen, Gefühle und Sensationen erleben, wenn Sie möchten.

Tun Sie dies jedoch?

Die meisten von uns sind aufgewachsen und erzogen worden von einer Gesellschaft, die uns unter Kontrolle halten muss. Die Gesellschaft muss dies tun, denn sonst wären wir alle außer Kontrolle. Und das will ich der Gesellschaft nicht mal übel nehmen. Ich bin froh, dass mich die Gesellschaft vor Dingen, wie Mord, Raub und andere Verbrechen bewahrt. Und das schreibe ich der Gesellschaft zu.
Allerdings schafft die Gesellschaft dies eben nur, indem sie uns von klein auf eintrichtert, dass sie mächtiger ist als man selbst.
Auch das möchte ich der Gesellschaft nicht mal übel nehmen. Sie erzeugt eben nur eine Authorität, über die sie die friedfertigen Menschen der Gesellschaft eben freuen.
Was ich der Gesellschaft jedoch übel nehme ist, dass niemand das rollende, laufende Geschehen der Kontrollweise der Gesellschaft überprüft. Niemand, nicht einmal die Bundeskanzlerin, wagt es, die Führungsform der Gesellschaft unter die Lupe zu nehmen.

Ich rede nicht von Demokratie versus Kommunismus versus Kapitalismus und all die anderen Regierungsarten.
Ich rede von Moral, von Menschenverstand, von Geist und Seele und Gewissen.

Spotten Sie nun, wenn es Ihnen gefällt, lachen Sie mich aus, wenn ich von Übernatürlichem rede.

Das tue ich nicht.

Haben Sie schonmal als Kind ein Insekt getötet?
Ich habe einst, als sehr junges Kind, eine Nacktschnecke gefoltert. Ich habe sie auf das unermässlichste gefoltert.
Das wusste ich damals nicht. Ich wusste nicht, dass Nacktschnecken, oder Tiere, oder andere Menschen außer mir, fühlen können. Dass sie Nervenbahnen haben, die ihnen Rückmeldung über den Zustand ihres Körpers geben. Das wusste ich damals nicht.
Also habe ich in das Loch der Nacktschnecke Schneckengift gesteckt und mit einem kleinen Stöcklein dieses so weit entlang der Innenseite der Nacktschnecke geschoben, wie ich konnte. Letztlich habe ich die Nacktschnecke aufgespiest, da das Stöcklein zu groß für das Loch war.
Meine ältere Schwester hatte mich damals gesehen, war jedoch nicht erwachsen genug, um mir klar zu machen, dass das böse war, was ich tat. Sie war selbst noch ein zu unerfahrenes Kind und war sich ihrer Kontrolle über mich noch nicht bewusst.
Heute erinnert sie sich nicht mehr daran, wenn ich ihr erzähle, was geschehen ist, was ich mir merkte.

Menschenfolter wie Frauenbeschneidung oder Beschneidung generell, Tierversuche, Großkonzerne wie McDonald, BurgerKing, KentuckyFriedChicken, Walfang und vieles mehr.

Sehen Sie weg?

Ich habe hingesehen und bewusst versucht bei Internetseiten wie Youtube und ähnliche zu finden, was die Menscheit am grausamsten dastehen lässt.
Ich war verblüfft, wie einfach es ist Material zu finden, das einen die Augen offenstehen lässt.
Zuerst dachte ich, dass es vielleicht damit zu tun haben könnte, dass ich einen psychologischen Defekt habe und Geilheit auf Folter habe. Ich ging so weit, dass ich dachte, wenn ich tatsächlicht Lust habe, Tiere und Menschen zu sehen, die leiden, und zwar so sehr, dass es unerträglich zu sein scheint. Ich ging so weit, dass ich dachte, ich wäre pervers, so etwas zu suchen.

Doch dann wurde mir eins klar.
Selbst, wenn ich eine Perversion für die Folter habe. Selbst, wenn ich einfach nur drauf stehen zu sehen, wie etwas anderes als ich leidet. Selbst dann, selbst dann ist es immer noch so, dass ich mich über die Realität gleichzeitig mit informiere.
Ich sehe nicht weg.
Solche Bilder habe ich immer vermieden anzusehen, da sie mir ein ungutes Gefühl gaben. Auch heute noch geben sie mir ein ungutes Gefühl. Ungut trifft die Intensität nicht einmal im Geringtsen.
Ich habe immer weggesehen, weil ich nicht wissen wollte, dass so etwas existiert. Ich wollte nicht wissen, dass ich als Individuum, alleine dadurch, dass ich nichts dagegen unternehme, fördere, dass diese Folter weitergeht.
Nun habe ich hingesehen und stelle fest, dass Gott nicht exitieren kann, so wie man ihn sich gerne vorstellt.
Suchen Sie sich eine Tierart aus, tippen sie Folter und Ihre Tierart bei Youtube ein, bestätigen Sie eventuell ihr Alter und Sie können Ihre Lieblingstierart aufs unermässlichste leiden sehen.
Gott existiert? Wirklich?
Haben Sie schon einmal die Schreihe gehört, die ein Frau macht, wenn man ihr ohne Narkose die Schamlippen abschneidet?

Nun. Ich will Ihnen kein ungutes Gefühl bereiten. Dieser Text soll nicht dazu da sein, Ihnen in Ihrem Magen ein Schmerzreisgefühl auszulösen.
Es ist mir egal.

Ich habe nicht weggesehen und nun verbleibe ich mit einer inneren Leere und einem Unwohlsein, dass sich nicht mehr auflösen wird, bis ich das nächste mal lachen kann.
Wie gesagt, ich bin glücklicher denn je. Ich bin frei und habe einen Verstand, den ich um Himmels Willen nicht tauschen will.
Doch ich denke, nun, da ich Verantwortung über mein Leben übernehme. Nun, da ich glücklich bin, zu tun, was ich tue, kann ich meine eigene Ignoranz über die Welt, wie sie ist einfach nicht mehr hinnehmen.

Ich schätze jetzt nur, aber ich denke, während Sie diese Zeilen gelesen haben, sind weitmehr als 10 Millionen Lebenwesen aufgrund härtester und groteskester Folter gestorben. Sie wurden über Stunden, wenn nicht länger (doch das will ich mir einfach nicht vorstellen) aufs unermässlichste gefoltert. Teilweise ohne Sinn, wahrscheinlich sogar hauptsächlich ohne Sinn.

Ich bin nicht einmal sauer auf den Farmer, der sein Ferkel am Fuß greift und aus purer Langeweile gegen einen Spies wirft. Der es dann liegen lässt und seinen Alltag weiterlebt.
Dieser Mann ist nur ein Resultat der Welt, wie sie ist. Dieser Mann könnte genauso gut ich sein, wenn ich nur unter anderen Bedingungen aufgewachsen wäre. Sie könnten dieser Mann sein, leichter als Sie es glauben wollen.
Dieser Mann ist nicht mehr Schuld als ich, dass dieses Ferkel leidet. Ich bin kein Vegetarier. Ich liebe Fleisch. Aber ich denke, wenn ich den Metzger nicht kenne, und weiß, wie das Tier, dass ich esse getötet wurde, dann wird es mir schwer fallen in Zukunft zu essen, was ich esse.
Vielleicht höre ich auf solches Fleich zu essen, doch das möchte ich hier nicht sicher festhalten. Das ist eine Entscheidung, die ich persönlich mit mir fällen muss und nicht in einem Text, den ich verfasse, um die Welt mir und Ihnen zu eröffnen.

Ich wünschte, ich hätte diese Bilder nicht gesehen. Sie sind grausam. Selbst in einem Konzentrationslager ging es menschlicher zu, als in vielen Schlachthöfen.

So ist die Welt. Ich schließe hier ab. Ich wünschte, wir wären alle tot, nur des Zweckes willens.

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